Bus fährt Lübecker Touristen ins Wasser

Auf den ersten Blick ist es ein normaler Reisebus, der da durch Lübeck rollt. 15 Meter lang, weiß-blaue Lackierung, rote Stoffsitze. Bis der Bus einfach in den Stadtgraben fährt – einen Seitenarm der Trave. Statt Panik herrscht allerdings helle Freude bei den Insassen. Außerdem hat das Gefährt Rettungsringe und Schwimmwesten an Bord. Es ist also kein normaler Bus. Es ist ein Amphibienbus. Geht es nach Eigentümer Helge Gabriel von der Lübecker Reederei City-Schifffahrt, ist die millionenteure Sonderanfertigung aus den Niederlanden die neue Attraktion in der Hansestadt. Stadtrundfahrt mal anders, zu Land und zu Wasser.

Fahrer will „einen schönen Splash hinlegen“

Vier Jahre haben Arbeiter in den Niederlanden an dem Gefährt geschraubt. Eigentümer Gabriel sitzt selbst am Steuer. „Man muss konzentriert sein bei der Einfahrt ins Wasser über eine Rampe“, sagt Gabriel. Außerdem müsse er eine annehmbare Geschwindigkeit draufhaben, „damit man auch einen schönen Splash hinlegt“. Dieser Klatscher ins Wasser, das Spritzen an die Scheiben des Busses – das wollten die Gäste erleben, so Gabriel.

Erwachsene zahlen für 60 Minuten 24,50 Euro

Die Testfahrt des sogenannten Splash-Busses ging am Mittwoch reibungslos über die Bühne. Am 12. Mai soll der Regelverkehr starten. Laut Homepage des Veranstalters zahlen Erwachsene 24,50 Euro für eine 60-minütige Fahrt, Kinder 16,50 Euro.

Amphibienbusse gibt es auch in anderen Städten

Schwimmende Busse sind bereits in mehreren Städten im Einsatz, unter anderem in Hamburg und Amsterdam. In Liverpool sank 2013 ein Amphibienbus mit etwa 30 Gästen an Bord – alle überlebten, einige wurden aber verletzt. Bei dem havarierten Fahrzeug handelte es sich um ein Modell eines britischen Herstellers.