Ahrenshoop – wenn es den Ort nicht gäbe, müßte man ihn erfinden

Im Jahr 1889 wird der Ort von dem Maler Müller-Kempff „entdeckt“. Das kleine Dorf ist vollkommen unberührt. Es hat noch keine Schulklasse oder einen Kunstkurs gesehen. Vor 125 Jahren gab es nicht einmal eine Straße. Erst in der Mitte der 1950er Jahre ensteht eine feste Straße. Bis dahin war die Welt hinter Ahrenshoop zu Ende. Keine Touristen, keine Klassenfahrten – nur unberührte Natur.

Deshalb errichteten viele Maler in dieser Zeit ihre Ateliers. So wurde die Ahrendshooper Kunstkolonie gegründet. Vor allem für Kunstkurse ist aus diesem Grund der Besuch attraktiv. Erst im Jahr 1906 wird Ahrenshoop zum Seebad. Damit wurde der Tourismus angekurbelt. Aber die Künstler waren zuerst da. Heute nutzen die Einheimischen die Mischung aus Kunst und Badetourismus geschickt.

Die Schülerinnen und Schüler finden hier viele Kunsthäuser, Ateliers und Galerien. Das im Jahr 2013 neu gebaute Kunstmuseum in Ahrenshoop lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Von April bis Oktober finden hier Jazzfest, Filmfestival, Literaturtage und viele andere Kulturveranstaltungen statt.